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4. Deutscher Patientenkongress Depression: "Den Betroffenen eine Stimme geben"

Veröffentlicht von Administrator am Aug 26 2017
News >> Depression

Leipzig, 26. August 2017 
Heute findet in Leipzig der 4. Deutsche Patientenkongress Depression statt. Die in Deutschland einmalige Veranstaltung bietet depressiv Erkrankten und deren Angehörigen in zahlreichen Vorträgen bzw. Workshops Informationen und Austausch zu verschiedenen Aspekten der Erkrankung.

 
 
 
 

Prominente Vorreiter: Offen über Depression reden

5,3 Millionen Menschen leiden in Deutschland an einer behandlungsbedürftigen Depression. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat deshalb für das Jahr 2017 den Leitgedanken „Depression – let’s talk“ ausgerufen. Daraus leitet sich das Motto für den diesjährigen Kongress ab: Den Betroffenen eine Stimme geben. „Aufgrund ihrer Neigung zu Schuldgefühlen und Antriebsstörungen haben depressiv Erkrankte in besonderer Weise Schwierigkeiten, ihre eigenen Belange mit lauter Stimme zu vertreten“ erklärt Ulrich Hegerl, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe. „Der Patientenkongress soll Mut machen. Er ist auch eine Chance, sich auszutauschen und aus der Isolation herauszukommen. Die Teilnehmer erkennen, dass sie mit dieser Erkrankung nicht allein sind“ ergänzt Waltraud Rinke, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Depressionsliga.
Immer mehr Menschen „erheben ihre Stimme“, um Verständnis für die Erkrankung zu schaffen - so wie Buchautor Alexander Wendt und Blogger Uwe Hauck. Prominente wie die Sänger Bruce Springsteen oder Adele haben im letzten Jahr öffentlich gemacht, dass sie an Depression leiden. Auch Tattoo-Model und Stiftungsbotschafterin Victoria van Violence hat die Erkrankung erlebt und macht sich nun für einen offeneren Umgang mit der Depression stark: „Ich finde, es ist definitiv an der Zeit, dass sich mehr Menschen zur Erkrankung bekennen. Depression kann schließlich jeden treffen. So werden wir die Vorurteile los, und die Depression wird als normale Erkrankung angesehen.“  
 
Informierte Patienten durch digitale Selbsthilfe

Da immer mehr Menschen offen mit ihrer Erkrankung umgehen und sich professionelle Hilfe holen, müssen sie lange auf eine Behandlung bei einem Facharzt oder Psychotherapeuten warten. Aufgrund dieser angespannten Versorgungslage sind effektive Methoden zur Selbsthilfe eine große Unterstützung für die Erkrankten. Digitale Angebote gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung und sollen helfen, Wartezeiten zu überbrücken. Einige dieser Angebote werden auf dem 4. Deutschen Patientenkongress Depression vorgestellt:

  • Selbstmanagement-Programm iFightDepression: iFightDepression ist ein internetbasiertes Selbstmanagement-Programm. Das Programm hilft Betroffenen mit leichteren Depressionsformen ihre Erkrankung besser zu verstehen und  zeigt Übungen für den Alltag, um Gedanken oder Verhaltensweisen zu verändern. So lernen sie zum Beispiel den Schlaf zu regulieren, negative Gedankenkreise zu durchbrechen oder positive Aktivitäten zu planen. iFightDepression wird über die Stiftung Deutsche Depressionshilfe speziell geschulten Ärzten und Therapeuten für ihre Patienten kostenfrei zur Verfügung gestellt.
     
  • App soll Schlaf von Depressionspatienten regulieren: Depressiv Erkrankte fühlen sich dauerhaft erschöpft. Deshalb neigen sie dazu, früher ins Bett zu gehen und länger liegen zu bleiben. Dies kann die Depression jedoch verstärken. Zur Überraschung vieler Betroffener führt die Reduktion der Bettzeit hingegen zu einer deutlichen Besserung. Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe hat im Rahmen der Kooperation mit der Deutsche Bahn Stiftung gGmbH eine App programmiert, die den Betroffenen bei der Kontrolle und Optimierung der Bettzeiten hilft.
     
  • Online-Forum zum Erfahrungsaustausch: Bereits seit 2001 können sich von Depression Betroffene und Angehörige unter www.deutsche-depressionshilfe.de/forum über die Erkrankung austauschen. Aktuell sind 32.000 Nutzer in dem von Experten moderierten Forum registriert und diskutieren unter anderem über den Umgang mit der Krankheit, die Behandlung oder ihre Sorgen als Angehörige.

 
Harald Schmidt moderiert Kongress mit 1.200 Teilnehmern

Im Leipziger Gewandhaus kommen heute mehr als 1.200 an Depression erkrankte Menschen, Angehörige und Interessierte zusammen. Die Moderation übernimmt bereits zum vierten Mal der Schirmherr der Stiftung Deutsche Depressionshilfe, Harald Schmidt. „Ich glaube, der Grenzbereich zwischen ‚wieder mal schlechte Laune haben‘ und einer wirklichen Depression kann nur durch Information der Öffentlichkeit geklärt werden“ erläutert Harald Schmidt sein Engagement. Veranstaltet wird der Kongress gemeinsam von der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und der Deutschen DepressionsLiga in Kooperation mit dem Deutschen Bündnis gegen Depression und der Deutsche Bahn Stiftung.
 
Vielfältiges Programm mit Mitsingkonzert, Film, Preisverleihungen, Spendenlauf

Das Programm des 4. Deutschen Patientenkongresses Depression umfasst Vorträge, Diskussionsrunden und Workshops, die sich mit unterschiedlichen Aspekten der Erkrankung beschäftigen. Themen sind z.B. „Depression und Arbeit“, „Hilfe bei Depression durch Soziale Medien“ oder „Depression und Bewegung“. Zum kulturellen Begleitprogramm gehören ein Mitsingkonzert, Lesungen und die Vorführung des Dokumentarfilms über Depression „Die Mitte der Nacht ist der Anfang vom Tag“. Begleitet wird das Programm von zahlreichen Informationsständen von Selbsthilfegruppen und regionalen Bündnissen gegen Depression. Die Teilnehmer des Patientenkongresses erleben zudem die Verleihung des 4. Carlsson Wedemeyer-Förderpreises und des 3. Deutschen Medienpreis Depressionshilfe (siehe gesonderte Pressemitteilungen). Einzigartig ist in diesem Jahr zudem der Spendenlauf des Extremläufers Thorsten Stelter. Er startete eine Woche vor dem Kongress in Düsseldorf und lief die 450 Kilometer bis zum Patientenkongress in Leipzig. Der Oberbürgermeister der Stadt Leipzig Burkhard Jung, Harald Schmidt, Stiftungsvorstand Prof. Dr. Ulrich Hegerl und viele Kongressbesucher begrüßen ihn am Mittag vor dem Gewandhaus bei seinem Zieleinlauf.
 
Hinweis an die Redaktionen:

Unter bit.ly/2w3SuLJ sind für Sie umfangreiche Materialien zum Kongress hinterlegt. Zudem finden Sie hier aktuelles Bildmaterial, das Sie kostenfrei nutzen können. Das vollständige Kongressprogramm finden Sie auch unter: www.deutsche-depressionshilfe.de/patientenkongress-2017

Pressekontakt:

Heike Friedewald, Pressereferentin
Tel: Tel.: +49 341 97 24 51 2  
E-Mail: presse(at)deutsche-depressionshilfe(dot)de

Simone Schmid, Pressereferentin                    
Tel.: +49 341 97 24 58 6                                   
E-Mail: pr(at)deutsche-depressionshilfe(dot)de 

 

Mit freundlicher Genehmigung der Stiftung Deutsche Depressionshilfe

Zuletzt geändert am: Dec 01 2017 um 8:11 PM

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